Nackenschmerzen
Risikofaktoren und Behandlung

Nackenschmerzen Risikofaktoren und Behandlung

Nackenschmerzen – eine große Last auf deinen Schultern?

Schmerzen im Nacken sind nach Rückenbeschwerden die am häufigsten verbreitete Beschwerdeform des Bewegungsapparats. Frauen leiden jedoch noch häufiger unter Nackenschmerzen als Männer, was nicht zuletzt an Berufen mit Ausübung in sitzender Position liegt. Vor allem Büroarbeiten und der heute so weit verbreitete Bildschirmarbeitsplatz verursachen neben psychischem Stress körperliche Verspannungen, so wie Nackenschmerzen.

Entstehung

Die große Last auf deinen Schultern hält je nach Intensität einige Tage, Wochen oder gar Monate an. Sie kann dann bei ausbleibender Abstellung der Ursache letztlich chronisch werden. Liegt kein akuter Auslöser für deine Nackenschmerzen vor, handelt es sich im Regelfall um eine Verspannung der Muskulatur und der Faszien im Schulter- und Halswirbelsäulenbereich. In diesem Fall lassen sich Nackenschmerzen gut behandeln und sind in den meisten Fällen als harmlos einzustufen. Eine schulmedizinische Diagnostik ist jedoch angeraten, wenn dein Nacken nach einem akuten Einfluss auf deinen Körper, oder mit Begleitsymptomen schmerzt. Eine Vorstellung beim Arzt empfehlen wir unbedingt bei

  • Nackenschmerzen nach einem Autounfall (Schleudertrauma) oder einer anderweitigen mechanischen Einwirkung
  • bei Fieber als Begleiterscheinung
  • Gewichtsverlust ohne erkennbaren Grund
  • Vorerkrankungen und Tumoren
  • längerfristige Schmerzen und Begleitschmerzen in der Lendenwirbelsäule
  • motorischen Einschränkungen und begleitendem Schwindel
  • Taubheitsgefühlen in den Extremitäten und anderen neurologischen Anzeichen

Kannst du schon neurologische Anzeichen, Vorerkrankungen und Begleiterkrankungen ausschließen? Dann solltest du auch eine Behandlung mit Medikamenten in oraler Einnahme oder als Injektion ausschließen. Prüfe in diesem Fall vielmehr deine Körperhaltung im Beruf und hinterfrage dich, ob du dich ausreichend bewegst. Wenn deine Muskeln und Faszien im Schulter- und Nackenbereich verspannen, so basiert die Problematik meist auf mangelnder Bewegung.  Dies steht außerdem oft noch im Kontext zu einer nicht ergonomischen, der menschlichen Anatomie nicht entsprechenden Körperhaltung im Alltag.

Risikofaktoren für Nackenschmerzen – die Anatomie der Schulter und Halswirbelsäule

Grundsätzlich solltest du zwischen akuten und chronischen Nackenschmerzen unterscheiden. Der akute Schmerz tritt ohne ersichtlichen Grund zu einem undefinierten Zeitpunkt auf und ist in der Regel von kurzer Dauer. Der chronische Nackenschmerz hingegen kommt schleichend und verschlimmert sich.  Er kann bei Nichtbehandlung über Wochen und Monate andauern und jederzeit wiederkehren. Nackenschmerzen entstehen durch verschiedene Einflüsse und verstärken sich oft in ihrer Intensität. Dabei kann dein Schmerz, den du im Nacken und als Spannungskopfschmerz fühlst, an einer ganz anderen Stelle – nämlich im Rückenbereich entstehen. Die Halswirbelsäule und der Nacken sind mit der Wirbelsäule verbunden, wodurch eine Schmerzüberleitung von der Lendenwirbelsäule auf den Bereich des Nackens möglich ist. In den meisten Fällen entsteht der Schmerz dennoch genau dort, wo du ihn wahrnimmst – und wo er dich schließlich in deinen täglichen Aufgaben einschränkt.

Fehlbelastung als Ursache von Nackenschmerzen

Die Nackenwirbel sind direkt mit dem Schulterbereich verbunden. Deine Kopfhaltung beeinflusst ihn sehr stark. Durch langes Sitzen und eine starre Haltung des Oberkörpers am Computer begünstigst du eine Fehlbelastung der Wirbelsäule, die sich in erste Linie im Bereich des Nackens bemerkbar macht. Nackenschmerzen mit oder ohne begleitenden Spannungskopfschmerz sind die direkte Folge der falschen Belastung. Um den Schmerz zu behandeln, musst du nach Liebscher und Bracht wissen, woher der Schmerz kommt. Bei einer Überspannung deiner Muskeln und Faszien sind Druck- und Spannungsschmerz die Folge. Aufgrund der Nackenschmerzen schonst du deinen Körper und bewegst dich monoton, wodurch sich der Schmerz letztendlich verschlimmert. Es ist ein Kreislauf, den du nach Liebscher und Bracht durch die Unterbrechung der sich gegenseitig bedingenden Fehl- und Schonhaltung unterbrechen musst.

Folgende Faktoren begünstigen Nackenschmerzen:

  • eine berufliche Tätigkeit bei der du mehrere Stunden sitzt
  • eine Überstreckung der Halswirbelsäule (tritt häufig beim langen Blick auf den Bildschirm auf)
  • Überlastung und Fehlbelastung der Wirbelsäule durch schweres Heben oder Erschütterungen
  • Zugluft
  • Stress und Schwierigkeiten durch Konfliktsituationen
  • innere hohe Anspannung in Ausnahmesituationen
  • Ängste, Depressionen
  • soziale und gesellschaftliche Einflüsse.

Nicht alle Nackenschmerzen sind „körperlicher“ Natur. Auch wenn die Symptome durchaus körperlich sind, kann deren Ursache laut einiger Studien, sowie nach Liebscher und Bracht psychisch bedingt sein. Menschen mit einem geringen Stresslevel und Problemen in der Konfliktbewältigung neigen in außergewöhnlichen, strapaziösen Situationen zur Verspannung des Körpers. Die daraus resultierende Fehlhaltung beeinflusst die Muskulatur und die Faszien im Schulter- und Nackenbereich. So entstehen Nackenschmerzen, die sich aufgrund der anschließend eingenommenen „Schonhaltung“ verschlimmern und eine chronische Ausprägung erreichen können. Das digitale Zeitalter hat die Häufigkeit von Nackenschmerzen negativ beeinflusst. Während der Mensch in der Vergangenheit lange Strecken lief und sich nicht monoton bewegte, neigt der „moderne Mensch“ zu mehrstündiger Bewegungslosigkeit im Job und seinen Hobbys.

Nackenschmerzen nur als Symptom sehen

Bedenke: deine Nackenschmerzen sind nicht die schädigungsbedingte Erscheinung. Sie sind ein begleitendes Symptom der Ver- und Überspannung von Muskeln und Faszien. Du willst den Schmerz dauerhaft loswerden und dazu zukünftig Fehlbelastungen zu vermeiden. Dazu eignen sich Symptombehandlungen wie Operationen oder medikamentöse Therapien im schulmedizinischen Segment nur bedingt. Das Hauptaugenmerk solltest du auf die Behandlung der Ursachen lenken, da diese Herangehensweise den Schmerz und seinen Entstehungsgrund beseitigt.

Die konventionelle Behandlung bei Nackenschmerzen

Die Bandbreite an konventionellen Therapien gegen Nackenschmerzen ist groß. Wenn du zum Arzt gehst und eine schulmedizinische Behandlung wünscht, sind Medikationen und Injektionen zur Linderung der Schmerzen in die meisten Behandlungen integriert. Bei starken oder länger anhaltenden Nackenschmerzen wird dir der Arzt zusätzlich eine chiropraktische Behandlung, spezielle Nackenkurse oder einige Behandlungen zur Rehabilitation verschreiben. Sport – egal ob in Form einer Reha oder in selbstständiger Durchführung ist immer ein Schlüssel zum Erfolg. Denn Bewegung wirkt nachweislich gegen Verspannungen und fördert dein Wohlbefinden.

Auch Akupunkturen oder Thermotherapien und Elektrotherapien werden im schulmedizinischen Bereich gegen Nackenschmerzen „verschrieben“ und angewandt. Die Wirksamkeit der Elektrotherapie ist nicht bewiesen, während dessen eine Akupunktur Abhilfe schaffen kann. Die Medikation mit starken Schmerzmitteln in Tablettenform oder als Injektion wirkt sich hingegen nur auf den Schmerz und nicht auf das Symptom – und damit auf die Ursache aus. Bei Behandlungen mit Wärme kann es sogar zu einer Verschlimmerung des Schmerzempfindens kommen, sollten die Nackenschmerzen auf einer Entzündung beruhen.

Chiropraktik als Lösung?

Bei Anwendungen der Chiropraktik handelt es sich um einen manipulativen Eingriff, der kurzzeitig Linderung verschaffen kann, in Einzelfällen aber auch für eine Verstärkung der Schmerzen sorgt. Die Schulmedizin sieht immer die kurzfristige Abstellung der Schmerzen vor, während die Linderung der Ursachen meist nur am Rande steht.

Anders verhält es sich im Blick auf das Schmerzmodell und die Behandlungsmöglichkeiten nach Liebscher und Bracht. Hier geht es explizit um eine Behandlung der Ursachen, durch die sich die Intensität der Nackenschmerzen mindert und letztendlich vollständig endet.

Das Schmerzmodell von Liebscher und Bracht

Im Schmerzmodell von Liebscher und Bracht stehen die Alarmsignale des Körpers im Fokus. Wer seinen Körper kennt und die Signale versteht, kann akute Nackenschmerzen vermeiden. Durch das Verständnis zur Anatomie und Funktion der Nackenwirbelsäule und ihrem Zusammenspiel mit den Schultern kannst du bewusst auf eine körperfreundliche Position achten. Ein grundlegender Auslöser für Nackenschmerzen ist laut Liebscher und Bracht die gebeugte Haltung des Halses. Beim Telefonieren, bei Arbeiten am Computer, beim Fernsehen und selbst beim Autofahren belasten wir unseren Körper fehl. Dabei setzen wir die Halswirbelsäule jedoch schwerster Belastung aus.

Eine andere Sichtweise auf den Schmerz, die ganzheitliche Betrachtung deines Körpers und der Schmerzursachen prägen das Liebscher und Bracht Konzept. Jeder Schmerz hat die Funktion, dich über Missstände deines Körpers aufzuklären und als Signal zu fungieren. Auf dessen Basis führst du dann eine Änderung herbei. Wenn du die Sprache deines Körpers verstehst und auf die Alarmsignale hörst, kannst du Nackenschmerzen zukünftig ausschließen und der Entstehung vorbeugen.

Nackenschmerzen nach Liebscher und Bracht effektiv behandeln

Die Behandlung von Nackenschmerzen nach Liebscher und Bracht setzt einen erfahrenen Schmerzspezialisten voraus. Es handelt sich um eine Manual-Therapie, die muskulär fasziale Spannungen im Nackenbereich normalisiert. Um die Schmerzbehandlung nach Liebscher und Bracht wirkungsorientiert und richtig durchzuführen, sind Erfahrung und Know-how in der manuellen Schmerzbehandlung notwendig.

Die Liebscher und Bracht Schmerztherapie gegen Verspannungen im Nacken basiert auf dem gezielten Druck auf die Schmerzrezeptoren in der Knochenhaut. Durch diesen Druck löscht der Therapeut das Schmerzprogramm deines Gehirns, wodurch die Nackenschmerzen sofort verschwinden oder aber spürbar geringer werden. Bei über 90 Prozent aller Patienten stellt sich durch die Schmerztherapie von Liebscher und Bracht eine deutliche Steigerung des Wohlbefindens ein. Neben der Manual-Therapie beruft sich das Liebscher und Bracht Konzept auf die Bedeutung der Bewegung und verschiedene Übungen. Mit ihnen kannst du den Nacken entspannen und einer Blockade der Muskeln und Faszien vorbeugen. Die Zielsetzung ist der langfristige Erfolg und dein schmerzfreies Leben.

Dehnübungen sind wichtig

Roland Liebscher Bracht setzt in seiner Therapie gegen Nackenschmerzen auf die Wirkung von Dehnübungen. Wenn du allen für den Körper ungeeigneten Bewegungen durch Dehnen etwas entgegensetzt, können Nackenschmerzen gar nicht erst entstehen. Die beste manuelle Therapie gegen Nackenschmerzen vereint die Behandlung nach Liebscher und Bracht mit gezielten Dehnübungen, die du in deinen Alltag einbaust und nach einer Einführung durch den Therapeuten täglich zu Hause oder im Büro durchführst.

Damit du dauerhaft schmerzfrei bleibst, prüfe deine Körperhaltung und finde heraus, in welchen Positionen sich dein Nacken verspannt. Lass dir bitte von einem erfahrenen Schmerztherapeuten dein persönliches Engpassdehnungsprogramm erstellen und versuche nicht, ohne Erfahrung und die nötige Ausbildung selbst zu behandeln. Nur wenn die Druckpunkte und die Übungen auf dich und deine Ursache der Nackenschmerzen abgestimmt sind, wirst du dauerhaft schmerzfrei und kannst dich vor Fehlern in der Anwendung schützen.

Die manuelle Therapie ist die beste Behandlung gegen Nackenschmerzen, da sie sich nicht auf die Symptome, sondern auf die Ursache bezieht. Eine alleinige Abstellung der Symptomatik mit Medikamenten bringt nur eine gefühlte vorübergehende Linderung, ohne dass der Erfolg von Dauer und die Ursache überhaupt schon behandelt ist.

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