Hüftschmerzen
Anatomie und Erkrankungen der Hüfte und Therapie

Hüftschmerzen Anatomie und Erkrankungen der Hüfte und Therapie

Hüftschmerzen – welche Ursache haben sie?

Hüftschmerzen können deinen gesamten Alltag beeinträchtigen. Sie können nach starker körperlicher Belastung auftreten, entstehen aber auch unabhängig von Belastung. Hüftschmerzen können sich als Dauerschmerz bemerkbar machen, aber auch punktuell als so genannter Anlaufschmerz. Aus akut auftretenden Beschwerden können aber unbehandelt chronische Schmerzen werden. Wie du der Ursache für deine Hüftschmerzen auf die Spur kommst und was du mit Hilfe der Schmerztherapie von Liebscher und Bracht dagegen tun kannst, erfährst du hier.

Anatomie der Hüfte, des Hüftgelenks – Hüftschmerzen

Das Hüftgelenk ist eins der größten Gelenke des menschlichen Körpers. Es besteht als einfaches Kugelgelenk aus der schalenförmigen Hüftgelenkpfanne. Diese Hüftgelenkpfanne ist mit dem Beckenknochen verbunden. Das dazu passende Gegenstück, der Oberschenkel- oder Hüftgelenkskopf, stellt andererseits die Verbindung zum Oberschenkelhals und dem Oberschenkelknochen her. Beide Gelenkbestandteile sind von Gelenkknorpel überzogen. Das gesamte Hüftgelenk liegt in einer Gelenkkapsel und wird von einer kräftigen Muskulatur gehalten.

Funktionsweise der Hüfte

Das Hüftgelenk gewährleistet bei uneingeschränkter Funktion, dass du laufen, springen, sitzen und sogar in den Spagat gehen kannst. Dabei sind drei Hauptbewegungsmöglichkeiten wichtig:

  • Das Anheben des Oberschenkels (Anteversion), bei dem du Hüfte und Knie beugen und dadurch das Bein anheben kannst
  • Das Strecken des Oberschenkels nach hinten (Retroversion)
  • Das seitliche Abspreizen des Beines (Abduktion)

Das Hüftgelenk kann darüber hinaus auch in Innen- und Außenrotation bewegt werden. Sind diese Bewegungsmöglichkeiten jedoch durch Erkrankungen eingeschränkt, können Hüftschmerzen entstehen.

Erkrankungen der Hüfte – Hüftschmerzen

Deine Hüftschmerzen können viele Ursachen haben. Die weitaus häufigsten Ursachen sind jedoch:

  • Verletzungen, z. B. Frakturen
  • Verschleiß, z. B. Arthrose
  • Stoffwechselerkrankungen, z. B. Gicht
  • Rheuma
  • Überbelastung, z. B. durch zu viel oder ungewohntes Training, berufliche Belastung
  • Erkrankung der Knochen, z. B. Osteoporose
  • Verspannungen, z. B. durch Fehlhaltung

Zu den häufigsten Erkrankungen, die zu Hüftschmerzen führen können, gehören bei älteren Menschen die Verschleißerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Rheuma und Folgen von Verletzungen nach Sturz. Bei jüngeren Menschen entstehenden Hüftschmerzen dagegen häufig durch Überbelastungen und Verspannungen.

Wie hilft dir die schulmedizinische Therapie bei Hüftschmerzen?

Ziel einer schulmedizinischen Therapie bei Hüftschmerzen soll sein, deine Schmerzen zu reduzieren und die Gelenkfunktionen zu erhalten. Werden Hüftschmerzen nicht rechtzeitig behandelt, so drohen dir Dauerschmerzen und chronische Reizung der Schmerzrezeptoren sowie mechanische Schäden.

Hüftschmerzen werden schulmedizinisch im Frühstadium zunächst konservativ behandelt. Werden Ursachen für Hüftschmerzen aber nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, besteht im späteren Stadium oft nur eine operative Lösung.

Konservative Behandlungsmaßnahmen bei Hüftschmerzen

  • medikamentöse Therapie: Hüftschmerzen werden medikamentös in Form von Tabletten oder Spritzen werden behandelt, begleitend können auch Medikamente gegen Entzündungen, Gicht und Rheuma verabreicht werden.
  • physikalische Therapie: Hilfreich bei Hüftschmerzen können Wärme-/Kältetherapie, Massage, manuelle Therapie und Chirotherapie sein. Die Chirotherapie gehört zum Gebiet der manuellen Medizin, in der Ärzte Blockaden in den Gelenken durch bestimmte Handgrifftechniken lösen.
  • Physiotherapie: Durch Krankengymnastik können Hüftschmerzen gemildert werden.

Operative Behandlungsmaßnahmen

Führen die konservativen Behandlungsmaßnahmen nicht zu einer Verbesserung der Hüftschmerzen, dann stehen Dir operative Behandlungsmaßnahmen in Form von:

  • Hüftarthroskopie (Spiegelung der Hüftgelenke)
  • Bursektomie bei Schleimbeutelentzündung (Entfernung des Schleimbeutels)
  • Hüfttotalendoprothese (Ersatz des Hüftgelenks durch eine Prothese)
zur Verfügung.
 

Begleitend zur konservativen und zur operativen Behandlung von Hüftschmerzen kann der Patient auch Hüftgelenksorthesen tragen. Die Orthesen stabilisieren die Hüftgelenke und schränken die Rotation im Gelenk ein, verhindern so das Auskugeln des Gelenks.

Schmerzmodell von Liebscher und Bracht – Hüftschmerzen

Die längere Einnahme von Schmerzmitteln kann schwere Nebenwirkungen hervorrufen. Operative Eingriffe sind auch nicht rückgängig zu machen und lösen oft das Problem der Hüftschmerzen nicht. Die Schmerzspezialisten von Liebscher und Bracht gehen aber davon aus, dass Hüftschmerzen gar nicht im Gelenk selbst ihre Ursache finden, sondern dass überwiegend überspannte Faszien und Muskeln dafür verantwortlich sind.

Das Schmerzmodell

Verantwortlich für viele Schmerzen im Hüftbereich ist dein Alltag selbst. Du verbringst sehr viel Zeit im Sitzen, übst vielleicht einen sitzenden Beruf aus? Deine Bewegungen sind einseitig oder du bewegst Dich zu wenig? Dann liegt die Ursache deiner Hüftschmerzen meist im verkürzten Muskelgewebe und verhärteten Faszien.

Durch lang andauernde einseitige Haltung, z. B. beim Sitzen baut sich eine Spannung in Deiner vorderen Körperpartie auf, die beim Aufstehen oder Aufrichten von der hinteren Körperpartie reguliert werden muss. Dies geschieht durch Gegenspannung. Durch die ständige Spannung kann sich der Gelenkkopf stärker in die Gelenkpfanne hineinziehen, Druck ausüben und so die Ursache dafür sein, dass bei Bewegung der Gelenkkopf und die Gelenkpfanne aneinander reiben. Hierdurch können die verschiedensten Krankheitsbilder, wie z. B. Arthrose, entstehen.

Die betroffenen Körperbereiche

Ständiges oder langes Sitzen verkürzen vor allem den Hüftbeugemuskel. Dieser Muskel verläuft am untersten Brustwirbel über die obersten vier Lendenwirbel über den Beckenring bis zur Innenseite des Oberschenkels. Du siehst, dass Hüfte und Rücken eng miteinander verbunden sind. Dies geschieht sowohl durch Muskeln als auch durch Faszien. Fasziengewebe, auch Bindegewebe genannt, umhüllt sämtliche Knochen, Gelenke und Muskeln. Sie geben deinem Körper seine Form. Treten Verklebungen des Fasziengewebes auf oder entstehen Überspannungen, können sich deshalb Schmerzen von einer Körperpartie auf die andere ausbreiten. Deshalb können oft Rücken- und Hüftschmerzen gemeinsam entstehen.

Diese Zusammenhänge sind der Grund, dass neben deinen Hüftschmerzen auch Schmerzen am Gesäß und den Rücken bestehen. Die Schmerzen strahlen auch in die Beine aus, betreffen die Leistengegend und schränken deine Bewegungsfähigkeit erheblich ein. Für die Schmerzspezialisten von Liebscher und Bracht sind Hauptverursacher dieser Schmerzen auch diesen Bereichen überspannte Muskeln und verklebte Faszien.

Ursache und Schmerz liegen weit auseinander

Schleimbeutelentzündungen, Nervenreizungen, Überlastungen durch sportliche oder berufliche Aktivitäten, Hüftgelenksblockaden (Impingement) oder Hüftnekrosen können Schmerzen hervorrufen. Diese Symptome werden in der Schulmedizin konservativ oder operative behandelt, die Ursache dieser Schmerzen jedoch nicht immer zufriedenstellend für dich beseitigt. Woran liegt das?

Spielen Gehirn und Muskeln zusammen, kommt Bewegung ins Gelenk

Die Schmerzspezialisten von Liebscher und Bracht sind der Überzeugung, dass du auf deine täglichen Bewegungsabläufe selbst Einfluss nehmen kannst. Wiederkehrende Bewegungen speichert dein Gehirn ab. Auch die durch die Bewegungen entstehenden Muskelspannungen sind in deinem Gehirn gespeichert. Dadurch kannst du Bewegungsmuster abrufen und dich z. B. beim Sport schnell und flüssig bewegen. Dieser automatisierte Prozess macht es für dich entbehrlich, bei jeder Bewegung erst nachdenken und Bewegungsabläufe koordinieren zu müssen.

Gelenke sind von Muskeln, Sehnen und Faszien umgeben und haben die Aufgabe, Bewegungen zu ermöglichen. Dadurch kannst du dein Bein strecken und beugen, den Arm heben und senken und den Fuß kreisen. Alltägliche Bewegungen wie Laufen oder Sitzen werden dadurch ermöglicht.

Erweisen sich deine antrainierten Bewegungsmuster als einseitig und zu belastend, werden sie durch die Abspeicherung in deinem Gehirn dennoch immer weiter unbewusst ausgeführt. Die Muskeln an der Hüfte, den Leisten, im Rücken und den Beinen verkürzen und überspannen, die Faszien verkleben. Dadurch werden deine Hüftschmerzen hervorgerufen, deine Bewegungsfähigkeit wird eingeschränkt.

Die Lösung: Mit Liebscher und Bracht die antrainierten Bewegungsmuster auflösen

Die Schmerzspezialisten von Liebscher und Bracht helfen dir, diese antrainierten Bewegungsmuster los zu werden und Schmerzen dauerhaft zu beseitigen.
Die Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht setzt dort an, wo die Ursache deiner Schmerzen entsteht. Sie verstehen ihre Therapie als Beseitigung der wahren Ursache deiner Hüftschmerzen.

Bei akuten Schmerzen: Osteopressur nach Liebscher und Bracht

Grundlage der Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht ist die Osteopressur. Die manualtherapeutische Technik arbeitet mit den durch interstitielle Rezeptoren, die Spannungen an Muskeln und Faszien messen und an dein Gehirn senden. Bei Überspannungen wird Schmerz empfunden.

Diese Schmerzen haben die Funktion, dir zu signalisieren, dass die zugrunde liegenden Bewegungen deinen Bewegungsapparat langfristig schädigen. Diese Alarmfunktion soll dir zeigen, welche Bewegungen du zukünftig vermeiden musst, um Schmerzen zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Die Schmerztherapeuten von Liebscher und Bracht drücken bei Hüftschmerzen deine interstitiellen Rezeptoren, um akute Spannungen abzubauen. Die in deinem Gehirn gespeicherten Bewegungsmuster, die für die Spannungen ursächlich sind, werden so gelöscht. Deine Hüftschmerzen lassen nach.

Übungen nach Liebscher und Bracht

Um wiederkehrende Hüftschmerzen zu vermeiden, ist es sinnvoll, dass du vorbeugend Übungen absolvierst. Diese helfen deinem Gehirn, alte Schmerzprogramme durch neue schmerzfreie Bewegungsmuster abzulösen. Die Übungen gegen Hüftschmerzen gewährleisten dir eine optimale Bewegungsfähigkeit.

Die Schmerztherapeuten leiten dich sowohl bei der Osteopressur als auch bei den Übungen gegen Hüftschmerzen an. Dadurch vermeidest du, dass die Schmerzen sich verstärken. Die Schmerztherapeuten finden die Pressurpunkte an deiner Hüfte. Sie können ein auf deine Hüftschmerzen individuell zugeschnittenes Engpassdehnungsprogramm erstellen und es mit dir einüben. Hierzu gehören Übungen mit der Medi-Kugel, der Mini-Kugel aus dem Faszien-Set, Übungen durch Ausfall-Schritt am Stuhl, Gegenübungen für das Gesäß.

Die Schmerztherapeuten kontrollieren in den nachfolgenden Sitzungen, ob du die Übungen korrekt ausführst. Dann kannst du die Übungen zu Hause wiederholen. Diese Bewegungsübungen gegen deine Hüftschmerzen kannst du durch Hilfsmittel unterstützen. Sprich deinen Schmerztherapeuten darauf an.

Aktiv gegen Hüftschmerzen

Du hast die Möglichkeit, mithilfe der Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht die Ursachen für deine Hüftschmerzen zu finden und diese zu beseitigen. Gestalte deine Bewegungsabläufe neu und arbeite aktiv an einer gesunden Bewegung für deine Hüfte.

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