Ratgeber › Ellenbogen, Hand & Fuß

Schmerzen an Ellenbogen, Hand und Fuß – Ursachen und was hilft

Der erste Schritt am Morgen tut weh. Die Kaffeetasse lässt sich nicht mehr halten. Nachts schlafen die Finger ein. Drei verschiedene Beschwerden, drei verschiedene Körperteile – und fast immer dieselbe Geschichte dahinter.

Schon Wochen so? Wir halten täglich Termine frei.

Je früher die Spannung raus ist, desto kürzer der Verlauf. Bei Sehnen gilt das besonders.

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Ellenbogen, Hand und Fuß sind die Enden des Körpers – und die Stellen, an denen wir die immer gleichen Bewegungen tausendfach wiederholen. Klicken. Greifen. Tippen. Auftreten. Keine dieser Bewegungen ist für sich genommen belastend. Alle zusammen, jeden Tag, über Jahre, sind sie es sehr wohl.

Was dabei entsteht, ist kein Schaden, sondern eine Anpassung: Die beteiligte Muskulatur wird fester und kürzer. Und weil sie an einem winzigen Punkt am Knochen ansetzt, kommt dort die gesamte Zugkraft an. Genau an diesem Punkt tut es dann weh – am Ellenbogenhöcker, am Daumenballen, an der Ferse.

Das ist die gute Nachricht dieses Ratgebers. Die allermeisten Schmerzen an Ellenbogen, Hand und Fuß sind funktionelle Spannungen und keine strukturellen Schäden – und Spannung lässt sich verändern. Meist mit zwei bis drei Übungen, die du selbst machst.

Lesezeit 11 Minuten·zuletzt aktualisiert im August 2026

Ein Muster, sechs Namen

Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Karpaltunnelsyndrom, Rhizarthrose, Achillodynie, Fersensporn: sechs Diagnosen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Auf den zweiten sind sie derselbe Vorgang.

Überall zieht ein Muskel, der kürzer geworden ist, an einer Stelle, die diesen Zug aushalten muss – einem Sehnenansatz, einem Gelenkspalt, einem engen Kanal. Der Körper meldet das, bevor etwas reißt.

Ellenbogen von außen: die Unterarm-Streckmuskulatur zieht vom knöchernen Höcker an der Außenseite zum Handgelenk; der Sehnenansatz am Höcker ist als Spannungszone farblich hervorgehoben

Warum der Ansatz und nicht der Muskel schmerzt

Ein Muskel ist dick und gut durchblutet, seine Sehne läuft am Ende in einen Punkt zusammen, der oft kaum größer ist als ein Daumennagel. Die ganze Kraft, die im Muskelbauch entsteht, wird an dieser Stelle in den Knochen geleitet.

Solange der Muskel nachgiebig ist, ist das kein Problem – dafür ist der Ansatz gebaut. Wird der Muskel aber dauerhaft fester, steht auch in Ruhe eine Zugkraft an, für die er nicht ausgelegt ist. Nicht bei der Belastung, sondern rund um die Uhr. Das ist der Unterschied zwischen einem anstrengenden Tag und einem chronischen Problem.

Was das für die Behandlung heißt

Es erklärt, warum Schonung so selten hilft. Wer den Arm ruhigstellt, senkt die Belastung – aber nicht die Grundspannung. Die zieht weiter, auch im Gips. Und es erklärt, warum die wirksamste Übung fast nie dort ansetzt, wo es wehtut: Beim Tennisarm dehnst du den Unterarm, beim Fersensporn die Wade, beim Karpaltunnel die Beugemuskeln.

Die Endung -itis in vielen dieser Diagnosen – Epicondylitis, Plantarfasziitis – bedeutet Entzündung. Die ist oft vorhanden, aber sie ist die Folge des mechanischen Dauerzugs, nicht sein Auslöser. Ein entzündungshemmendes Mittel nimmt deshalb den Schmerz und lässt die Ursache stehen.

Warnzeichen

Wann du nicht üben, sondern zum Arzt gehen solltest

Die meisten Beschwerden an Ellenbogen, Hand und Fuß sind muskulär. Bei diesen Zeichen aber nicht abwarten:

  • Nach Sturz oder Unfall: starke Schmerzen, sichtbare Fehlstellung oder Schwellung und du kannst das Gelenk nicht mehr bewegen – Verdacht auf Bruch oder Bandriss.
  • Ein Gelenk ist stark geschwollen, gerötet und heiß, dazu Fieber – Verdacht auf eine bakterielle Gelenkinfektion oder einen akuten Gichtanfall.
  • Plötzlicher Kraftverlust oder ausgedehnte Taubheit in Hand oder Fuß – das gehört sofort neurologisch angesehen.
  • Plötzliche starke Schwellung und Schmerz in nur einer Wade – das kann eine tiefe Venenthrombose sein. Lebensgefahr, sofort handeln.
  • Bei Diabetes: jede offene, nicht heilende Wunde am Fuß gehört sofort ärztlich behandelt – nicht therapeutisch.

Und ein Zeichen, das keine Notaufnahme braucht, aber keinen Aufschub duldet: Wenn ein Finger dauerhaft taub bleibt oder der Daumenballen sichtbar schmaler wird, ist der Nerv länger unter Druck, als er das verträgt. Das gehört zeitnah neurologisch abgeklärt.

Wo es wehtut – und was das bedeutet

Drei anatomische Ansichten nebeneinander – Ellenbogen, Handinnenfläche und Fuß von der Seite – mit je einem farbigen Punkt am knöchernen Höcker außen am Ellenbogen, am Daumenballen und an der Ferse

Die Stelle grenzt die Ursache meist schon ein. Drei Fragen führen am schnellsten zum Ziel:

  • Außen oder innen am Ellenbogen? Außen spricht für den Tennisarm, innen für den Golferarm.
  • Kribbeln oder Greifschmerz an der Hand? Kribbeln nachts in Daumen bis Mittelfinger deutet auf den Karpaltunnel, Schmerz tief am Daumenansatz auf das Sattelgelenk.
  • Ferse oder Vorfuß? Der stechende erste Schritt am Morgen gehört zur Fußsohle, ein Gefühl wie ein Stein im Ballen eher zum Vorfuß.
Ellenbogen

Außen gegen innen

Der Tennisellenbogen sitzt außen und kommt von den Streckern – Mausklicks, Greifen, Werkzeug halten. Der Golferellenbogen sitzt innen und kommt von den Beugern – schweres Tragen, kraftvolles Zupacken. Beide melden sich zuerst beim Greifen, nicht in Ruhe.

Hand

Nächtliches Kribbeln gegen Daumenschmerz

Schlafen nachts Daumen, Zeige- und Mittelfinger ein, spricht das für ein Karpaltunnelsyndrom – die Beugesehnen drücken im engen Kanal auf den Nerv. Schmerzt dagegen der Daumenansatz beim Öffnen einer Flasche, geht es meist um das Sattelgelenk.

Fuß

Ferse gegen Ballen

Der stechende Anlaufschmerz an der Fußsohle gehört zum Fersensporn, der Schmerz oberhalb der Ferse zur Achillessehne – beide gehen auf dieselbe verkürzte Wade zurück. Ein Gefühl wie ein Stein im Vorfußballen deutet eher auf ein Morton-Neurom oder einen Spreizfuß.

Drei Übungen für drei Regionen

Jeweils mindestens 60 Sekunden – darunter passiert im Fasziengewebe wenig. Immer im Wohlfühlschmerz bleiben.

Gegen Tennisarm und Mausarm

Dehnung der Unterarm-Strecker

  • Streck den betroffenen Arm gerade nach vorn aus, die Handfläche zeigt nach unten.
  • Mach eine lockere Faust.
  • Umgreif die Faust mit der anderen Hand und zieh sie kräftig nach unten Richtung Boden.
  • Der Arm bleibt dabei ganz gestreckt. Du spürst die Dehnung auf der ganzen Oberseite des Unterarms.
  • 60 bis 90 Sekunden halten.
Gegen Fersensporn und Achillesschmerz

Fußsohle und Wade

  • Roll die ganze Fußsohle im Stehen auf einer Faszienkugel aus, mit deutlichem Druck – besonders den schmerzhaften Punkt an der Ferse. Etwa 60 Sekunden.
  • Stell dich danach mit dem Vorfuß auf eine Treppenstufe, die Ferse schwebt frei.
  • Lass die Ferse tief absinken, das Knie bleibt gestreckt. 60 bis 90 Sekunden.
  • Dann dasselbe mit leicht gebeugtem Knie – die Dehnung wandert tiefer Richtung Achillessehne.
Gegen Karpaltunnel und Golferarm

Dehnung der Unterarm-Beuger

  • Streck den betroffenen Arm gerade nach vorn aus, der Ellbogen bleibt durchgestreckt. Die Handfläche zeigt nach oben.
  • Umgreif deine Finger mit der anderen Hand.
  • Zieh die Hand kräftig nach unten, bis das Handgelenk maximal überstreckt ist.
  • 60 bis 90 Sekunden halten, ruhig weiteratmen.

Ein Hinweis zur Dosierung: Diese Dehnungen sind intensiv. Sie sollen ziehen, aber nicht schießen – und sie sollen dich ruhig weiteratmen lassen. Wenn du die Luft anhältst, ist es zu viel. Nimm Spannung heraus und bleib dafür länger.

Bei chronischen Beschwerden ist das Gewebe oft so fest, dass Dehnen allein nicht mehr an die Ursache herankommt. Dann senkt eine manuelle Behandlung die Grundspannung so weit, dass die Übungen wieder greifen.

Aus der Praxis

„ISG Blockade Ausgezeichnete Vorbereitung des Behandlungstermins mit vorab Zusendung der vorhandenen Diagnostik. Sehr viel Zeit für den Behandlungstermin gegeben. Die eigentliche Behandlung nach Liebscher & Bracht hat nach drei Tagen schon so gut angeschlagen , dass ich jetzt …“ komplett beschwerdefrei bin.“

Joachim · 5 von 5 Sternen · Trustindex-Bewertung, 09.09.2026

Schnelle Hilfe – was zu Hause wirkt

Kälte bei akuter Reizung

  • Bei einem frisch gereizten Ellenbogen oder einer geschwollenen Achillessehne dämpft Kälte die Entzündung.
  • Höchstens 15 Minuten, immer in ein Tuch gewickelt – nie direkt auf die Haut.
  • Bei einer akut entzündeten Fußsohle: auf einer kleinen gefrorenen Wasserflasche rollen. Kälte und Massage in einem.

Wärme bei chronischer Spannung

  • Bei dumpfem Dauerschmerz macht Wärme die Muskulatur vor dem Dehnen weicher – ein warmes Handbad oder Fußbad reicht.
  • Nicht bei geschwollenem, gerötetem, überwärmtem Gelenk.

Die Faszienkugel

  • Das vielseitigste Werkzeug hier: Fußsohle im Stehen, Unterarm auf dem Tisch, Daumenballen mit der flachen Hand.
  • Immer sehr langsam arbeiten. Schnelles Rollen bringt nichts.

Pausen und Ergonomie

  • Das wirksamste Hausmittel am Schreibtisch: jede Stunde zwei Minuten, in denen du die Unterarme dehnst.
  • Eine Vertikalmaus hält das Handgelenk in neutraler Stellung und nimmt Dauerspannung von den Streckern.
  • Am Fuß: Schuhe mit Absatz oder starker Fersensprengung verkürzen die Wade. Barfuß auf weichem Boden tut das Gegenteil.

Und wann zum Arzt? Wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten, zunehmen oder wenn Taubheit und Kraftverlust dazukommen – und bei jedem der Warnzeichen weiter oben sofort.

Warum ursachenorientiert nachhaltiger hilft

An den kleinen Gelenken ist die Versuchung besonders groß, das Symptom zu behandeln: eine Spritze in den Ellenbogen, eine Einlage unter die Ferse, eine Schiene ums Handgelenk. All das lindert – und keines davon senkt die Spannung, die den Zug erzeugt.

Symptomatisch

Spritzen, Einlagen, Schienen

Sie verschaffen Luft, und manchmal ist das genau richtig – eine Nachtschiene kann die erste durchschlafene Nacht seit Wochen bringen. Nur endet die Wirkung, wo sie beginnt: Der Muskel, der zieht, zieht weiter.

Ursachenorientiert

Spannung manuell lösen

Die Osteopressur nach Liebscher & Bracht setzt am Muskelbauch an, nicht am schmerzenden Ansatz. Dazu kommt osteopathische Behandlung, die auch die Kette weiter oben ansieht – ein Tennisarm hängt öfter an der Schulter, als man denkt.

Danach

Selbst weitermachen

Du gehst mit zwei bis drei Übungen nach Hause, die genau dein Muster halten – und mit den zwei, drei Alltagsdetails, die es sonst wieder aufbauen. Ziel ist, dass du uns nicht dauerhaft brauchst.

Ganzheitliche Methoden ersetzen keine schulmedizinische Diagnose – sie ergänzen sie. Bei Verdacht auf einen strukturellen Schaden oder eine Nervenschädigung verweisen wir zuerst an die ärztliche Abklärung.

Über den Autor

Rocco Zühlke, Heilpraktiker

Rocco Zühlke ist staatlich geprüfter Heilpraktiker und erfahrener Schmerztherapeut. Er arbeitet mit manueller Therapie, Osteopathie und Faszientherapie und bezieht Ernährung, Stressbelastung und Schlaf in die Behandlung mit ein.

In seinem 2019 eröffneten Therapiezentrum in Berlin-Mitte kann er auf die Erfahrung aus mehr als 5.000 Schmerzbehandlungen zurückgreifen.

Sechs Ratgeber zu einzelnen Beschwerdebildern

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Tennisellenbogen und Mausarm

Schmerz außen am Ellenbogen – warum Schonung nichts bringt und drei Dehnungen schon.

Golferellenbogen

Dasselbe Muster, nur an der Innenseite. Betrifft alle, die viel greifen und tragen.

Karpaltunnelsyndrom

Warum die Hände nachts einschlafen – und ab wann die Operation die richtige Antwort ist.

Daumenschmerzen (Rhizarthrose)

Das Sattelgelenk unter Dauerdruck. Was der Handy-Daumen damit zu tun hat.

Schmerzen an der Achillessehne

Die dickste Sehne des Körpers – und warum das Problem eigentlich in der Wade sitzt.

Fersensporn und Plantarfasziitis

Der stechende erste Schritt am Morgen. Drei Übungen, die mehr bringen als Einlagen.

Nächster Schritt

Hast du genug gelesen?

Lesen erklärt das Muster. Finden muss man es am Menschen – und lösen mit den Händen. Wenn die Spannung zu tief sitzt oder die Beschwerden immer wiederkehren, ist die manuelle Behandlung der Schlüssel. Wir suchen den Zug, der auf deinen Sehnenansatz wirkt, lösen ihn per Osteopressur und zeigen dir dein Übungsprogramm für zu Hause.

Oder ruf an: (030) 2084 7547 – Montag bis Freitag, 08:00–19:00 Uhr.

FAQ

Häufige Fragen zu Ellenbogen, Hand und Fuß

Was ist der Unterschied zwischen Tennisarm und Golferarm?

Dasselbe Problem an zwei verschiedenen Stellen. Der Tennisarm schmerzt außen am Ellenbogen und betrifft die Muskeln, die das Handgelenk strecken – Mausklick, Greifen, Gas geben. Der Golferarm schmerzt innen und betrifft die Beuger – schweres Tragen, kraftvolles Zupacken. In beiden Fällen zieht ein verkürzter Muskel an seinem Ansatz am Knochen.

Was tun gegen Kribbeln in den Händen nachts?

Nächtliches Kribbeln in Daumen, Zeige- und Mittelfinger ist das Leitsymptom eines Karpaltunnelsyndroms. Die Ursache liegt meist nicht im Handgelenk, sondern in verkürzten Beugemuskeln des Unterarms. Akut hilft oft eine Nachtschiene, die das Handgelenk gerade hält. Langfristig hilft nur, diese Muskeln konsequent zu dehnen – ausführlich beim Karpaltunnelsyndrom.

Was hilft schnell bei Fersensporn?

Die Kombination aus zwei Dingen: die Fußsohle auf einem Igelball ausrollen und danach die Wade an einer Treppenstufe dehnen – einmal mit gestrecktem, einmal mit leicht gebeugtem Knie. Der Schmerz sitzt an der Ferse, die Spannung kommt aus der Wade. Deshalb wirkt die Wadendehnung schneller als jede Einlage.

Warum tut mein Daumen beim Greifen weh?

Schmerz tief am Daumenansatz beim Öffnen einer Flasche deutet auf eine Rhizarthrose hin – Verschleiß im Daumensattelgelenk. Dahinter steckt meist eine dauerhaft angespannte Daumenballenmuskulatur, die den Knochen in das Gelenk hineinzieht. Gezielte Dehnung des Daumenballens nimmt diesen Druck heraus.

Hilft Kühlen oder Wärmen beim Tennisarm?

Das hängt vom Stadium ab. Bei akutem, neuem, stechendem Schmerz dämpft Kälte die Reizung – höchstens 15 Minuten und nie direkt auf der Haut. Bei chronischem, dumpfem Schmerz hilft Wärme, weil sie die Muskulatur vor dem Dehnen weicher macht.

Was ist ein Mausarm?

Ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für Beschwerden durch immer gleiche Bewegungen am Rechner. Gemeint ist meist ein Tennisellenbogen oder ein Karpaltunnelsyndrom. Was hilft, ist beides Mal dasselbe: die Ergonomie ändern – etwa eine Vertikalmaus – und die Unterarmmuskulatur täglich dehnen.

Was ist der Unterschied zwischen Fersensporn und Plantarfasziitis?

Die Plantarfasziitis ist die Reizung der Sehnenplatte an der Fußsohle. Der Fersensporn ist der Knochenauswuchs, den der Körper als Antwort auf den dauerhaften Zug dieser Sehne bildet. Der Sporn selbst tut meist gar nicht weh – der Schmerz kommt von der gereizten Sehnenplatte. Die Ursache ist bei beiden dieselbe.

Warum tut die Achillessehne weh?

Fast nie wegen der Sehne selbst. Sie ist das Ende einer verkürzten Wadenmuskulatur, die rund um die Uhr an ihrem Ansatz zieht – oft durch Schuhe mit Absatz oder Fersensprengung und durch fehlende Dehnung. Die Sehne reagiert darauf mit Reizung, schlechterer Durchblutung und mit der Zeit mit einer Verdickung.

Was ist ein Morton-Neurom?

Eine schmerzhafte Nervenverdickung zwischen den Zehenknochen, meist zwischen drittem und viertem Zeh. Typisch ist ein brennender oder stechender Schmerz im Vorfußballen – als trätest du auf einen Stein. Ursache ist häufig ein Spreizfuß oder zu enges Schuhwerk, das die Nerven zusammendrückt.

Kann man ein Karpaltunnelsyndrom ohne Operation behandeln?

Häufig ja – solange nur Kribbeln und nächtliches Einschlafen bestehen. Die Operation durchtrennt das Karpalband und schafft Platz, ändert aber nichts an der Spannung, die den Druck erzeugt hat. Eine Grenze gibt es aber: Bei dauerhafter Taubheit, nachlassender Kraft oder wenn der Daumenballen sichtbar abnimmt, gehört das umgehend neurologisch abgeklärt. Dort kann Warten bleibende Schäden bedeuten.

Warum sind Hand-, Ellenbogen- und Fußschmerzen meist Alarmschmerzen?

Weil sie fast immer aus einseitiger, oft wiederholter Belastung entstehen: Tippen, Greifen, unpassendes Schuhwerk. Was dabei entsteht, ist in der großen Mehrzahl der Fälle eine funktionelle Spannung in Muskeln und Faszien und kein struktureller Schaden. Der Schmerz warnt vor einer Überlastung, bevor wirklich etwas kaputtgeht.

Wann sind Hand- und Fußschmerzen am schlimmsten?

Zu zwei sehr verräterischen Zeitpunkten: nachts – typisch für das Kribbeln beim Karpaltunnelsyndrom – und beim ersten Schritt am Morgen, typisch für den Fersensporn. Beide Momente haben dasselbe gemeinsam: Das Gewebe war lange in einer verkürzten Position und wird dann plötzlich belastet.

Was ist die Ursache für Schmerzen im Vorfußballen?

Wenn es sich anfühlt, als liefe man auf einem Stein, kommen ein Morton-Neurom oder ein Spreizfuß in Frage. Beim Spreizfuß sinkt das Quergewölbe ab, die Mittelfußköpfchen tragen Last, für die sie nicht gebaut sind – und die Nerven dazwischen geraten unter Druck.

Wie entsteht ein Tennisellenbogen durch Computerarbeit?

Beim Klicken und Halten der Maus arbeiten die Handgelenks- und Fingerstrecker praktisch ununterbrochen – auch dann, wenn die Hand nur ruhig auf der Maus liegt. Stunde um Stunde, Tag um Tag. Die Muskulatur wird fest und kürzer und zieht an ihrem kleinen Ansatzpunkt außen am Ellenbogen. Genau dort meldet sich der Schmerz.

Was ist der typische Anlaufschmerz beim Fersensporn?

Der stechende Schmerz beim ersten Schritt nach dem Aufstehen – als trätest du auf eine Reißzwecke. Über Nacht war der Fuß in einer entspannten, gestreckten Position, die Sehnenplatte ist verkürzt. Der erste Schritt zieht sie schlagartig auf Länge. Nach ein paar Schritten wird es besser – und am Abend, nach langem Sitzen, fängt es wieder von vorn an.