Die Liebscher & Bracht-Schmerztherapie greift bei schmerzhaften Beschwerden am Gelenk- und Stützsystem in der Regel sehr gut, bei neurologisch bedingten Schmerzen dagegen seltener – und sie verlangt dir etwas ab. Es ist keine passive Behandlung, bei der du dich einfach hinlegst und der Therapeut dich „in Ordnung bringt“.
Am ehesten dann, wenn der Schmerz mit Bewegung und Spannung zu tun hat – wenn er sich in bestimmten Haltungen verstärkt, bei anderen nachlässt, morgens anders ist als abends. Das gilt für einen großen Teil der Beschwerden, mit denen Menschen zu uns kommen:
Ein Gelenkverschleiß, den ein Röntgenbild zeigt, verschwindet durch keine Behandlung. Der Knorpel wird nicht neu. Was sich sehr wohl verändern lässt, ist die Muskelspannung um das Gelenk herum – und die entscheidet oft mehr über den Schmerz als der Befund selbst.
Deshalb ist es keine Seltenheit, dass jemand mit deutlichem Röntgenbefund kaum Beschwerden hat und jemand mit unauffälligem Bild kaum laufen kann. Wir behandeln den Menschen, nicht das Bild – aber wir versprechen auch nicht, dass wir den Knorpel zurückholen.
Es gibt Beschwerdebilder, bei denen wir abraten oder zuerst woandershin schicken. Das ist keine Höflichkeitsfloskel – wir sagen das mehrmals in der Woche:
Das ist der Punkt, an dem die meisten Erwartungen auseinandergehen. Diese Therapie ist keine Behandlung, die an dir vorgenommen wird. Der Termin bei uns ist ungefähr ein Drittel der Sache; die anderen zwei Drittel finden zu Hause statt.
Wenn dir das nicht liegt, ist das völlig in Ordnung – aber dann ist ein anderes Verfahren das passendere. In dieser Praxis wäre das oft die Osteopathie: leiser, breiter angelegt und ohne tägliche Hausaufgabe.
Alter ist kaum ein Ausschlusskriterium. Unsere ältesten Patientinnen sind über achtzig, und die Übungen lassen sich fast alle im Sitzen oder an der Wand abwandeln.
Auch Übergewicht, mangelnde Beweglichkeit oder fehlende Sporterfahrung sprechen nicht dagegen. Was zählt, ist nicht, wie weit du kommst, sondern dass du regelmäßig an deine eigene Grenze gehst.
Bei Kindern und Jugendlichen arbeiten wir deutlich zurückhaltender. In der Schwangerschaft besprechen wir jeden Fall einzeln.
Bereits vorab erfragen wir in der Online-Anamnese die Details deiner Beschwerden, sodass wir den größten Teil der Terminzeit für die aktive Behandlung nutzen können. Zuerst untersuchen wir – und zwar nicht nur die Stelle, an der es zieht.
Am Ende dieses Termins sagen wir dir drei Dinge: ob wir dir aus unserer Sicht helfen können, wie lange das ungefähr dauert, und was du dazu beitragen musst. Wenn die Antwort auf die erste Frage Nein lautet, sagen wir das – und meistens auch, wohin wir stattdessen schicken würden.
Wir sagen lieber nach der ersten Sitzung, dass wir nicht die Richtigen sind, als nach der fünften.
Unabhängig von der Methode gehören diese Zeichen in ärztliche Hand, bevor irgendjemand behandelt:
Der Druck auf die Knochenhaut – der Teil, den wir für dich übernehmen.
Die Übungen für zu Hause und warum sie anders funktionieren als normales Dehnen.
Woher sie kommt, worauf sie beruht und was sie in unserer Praxis leistet.
Ob diese Methode zu deinem Beschwerdebild passt, zeigt sich in der Untersuchung. Der erste Termin dient genau dazu – mit einer klaren Empfehlung am Ende.
Oder ruf an: (030) 2084 7547 – Montag bis Freitag, 08:00–19:00 Uhr.
Häufig ja – gerade weil die meisten Verfahren am Ort des Schmerzes ansetzen und diese Methode an der Spannung, die ihn erzeugt. Eine Garantie ist das nicht. Nach der ersten Sitzung sagen wir dir, wie wir es einschätzen.
Wir raten weder zu noch ab – das ist eine ärztliche Entscheidung. Was wir sagen können: Wenn der Schmerz stark von Haltung und Bewegung abhängt, lohnt sich oft ein Versuch, bevor ein Termin feststeht. Bei akuten neurologischen Ausfällen gilt das ausdrücklich nicht.
Ja, das ist sogar häufig sinnvoll. Sag deiner Physiotherapeutin, was du bei uns machst, damit ihr nicht gegeneinander arbeitet.
Gesetzliche Kassen erstatten die Behandlung nicht, private und Beihilfestellen häufig ganz oder teilweise. Die aktuellen Preise stehen auf der Seite Termin buchen.
Nein. Im Erstgespräch schauen wir, was zu deinem Beschwerdebild und zu dir passt. Manchmal ist es beides nacheinander.