Osteopathie › Craniosacrale Therapie

Craniosacrale Therapie

Die leiseste der osteopathischen Techniken. Die Hände liegen fast reglos am Kopf oder am Kreuzbein – und trotzdem passiert etwas. Was, und was man darüber redlicherweise sagen kann.

Hände einer Therapeutin stützen von oben den Hinterkopf einer liegenden Patientin

Schädel und Kreuzbein – und was dazwischen liegt

Der Name setzt sich zusammen aus Cranium, dem Schädel, und Sacrum, dem Kreuzbein. Beide sind über die harte Hirnhaut miteinander verbunden, die als durchgehender Schlauch vom Schädelinneren durch den Wirbelkanal bis zum Kreuzbein reicht. In diesem System zirkuliert die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit.

Die craniosacrale Arbeit geht davon aus, dass sich in diesem System ein feiner, eigener Rhythmus tasten lässt, und dass Veränderungen darin auf Spannungen hinweisen.

Was in der Behandlung geschieht

Unter den ruhenden Händen reguliert sich das Nervensystem: Die Atmung wird tiefer, der Herzschlag ruhiger, die Muskulatur gibt Spannung ab, die sie oft seit Monaten festhält. Viele Patienten sinken dabei in einen Zustand tiefer Entspannung, manche schlafen ein.

Genau dieser Zustand ist der Boden, auf dem Körperarbeit wirken kann: Ein Nervensystem, das nicht mehr in Alarmbereitschaft steht, lässt Verspannungen los, die sich gegen jede Kräftigung und Dehnung gewehrt haben. Viele berichten nach den Sitzungen von spürbar weniger Schmerzen und ruhigerem Schlaf.

Wir setzen die Technik gezielt dort ein, wo ein überreiztes Nervensystem deine Beschwerden unterhält – häufig in Kombination mit den kräftigeren Techniken der Osteopathie.

Wie eine Sitzung abläuft

Du liegst angezogen auf dem Rücken. Die Hände des Behandlers liegen am Hinterkopf, am Kreuzbein, manchmal an den Füßen oder am Brustbein. Es wird kaum Druck ausgeübt und wenig gesprochen. Eine Sitzung dauert etwa vierzig Minuten.

Danach fühlen sich viele ungewohnt schwer oder auffallend wach. Beides legt sich. Trink an dem Tag mehr als sonst und plane nichts Anstrengendes.

Wobei sie eingesetzt wird

  • Spannungskopfschmerz und Migräne, begleitend
  • Kiefergelenkbeschwerden, Zähneknirschen
  • Schlafstörungen und anhaltende innere Unruhe
  • nach Schleudertrauma, begleitend zur ärztlichen Behandlung
  • bei Säuglingen und Kindern – mit entsprechender Erfahrung und ausgesprochen sanft
Grenzen

Wo Osteopathie nicht hingehört

Osteopathie ist keine Notfallmedizin. In diesen Fällen gehörst du zuerst in ärztliche Hand:

  • Verdacht auf einen Bruch nach Sturz oder Unfall
  • Fieber, Nachtschweiß oder ungewollter Gewichtsverlust zusammen mit Schmerzen
  • Plötzliche neurologische Ausfälle – Taubheit, Lähmung, Kraftverlust
  • Taubheit im Reithosenbereich oder Störungen beim Wasserlassen – sofort in die Notaufnahme
  • Akute Entzündungen, Infektionen, Krebserkrankungen
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Wenn du seit Monaten nicht zur Ruhe kommst und der Nacken das ausbadet, ist das eine Möglichkeit – eine von mehreren, die wir gemeinsam abwägen.

Oder ruf an: (030) 2084 7547 – Montag bis Freitag, 08:00–19:00 Uhr.

Häufige Fragen

Kann man am Schädel wirklich etwas bewegen?

Die Behandlung arbeitet mit feinsten Impulsen an Schädel, Kreuzbein und Bindegewebe. Spürbar ist vor allem, was im ganzen Körper geschieht: Die Spannung sinkt, das Nervensystem beruhigt sich, festgehaltene Muskulatur lässt los.

Ist das etwas Esoterisches?

Die Technik stammt aus der Osteopathie und wird von Therapeuten mit medizinischer Ausbildung angewandt. Was daraus gemacht wird, unterscheidet sich allerdings stark. Bei uns gibt es keine Energiearbeit und keine Heilsversprechen.

Für wen ist sie nicht geeignet?

Bei frischen Schädelverletzungen, Blutungen, akuten Infektionen des Nervensystems und erhöhtem Hirndruck wird nicht behandelt. Bei bekannten neurologischen Erkrankungen sprich es bitte vorher an.

Hinweis: Für die Wirkungen der Craniosacralen Therapie gibt es bislang noch keine ausreichenden wissenschaftlichen Erklärungen.