Die inneren Organe brauchen Beweglichkeit wie jedes Gelenk. Wenn sie sie verlieren – nach einer Operation, einer Entzündung, unter Dauerspannung –, kann sich das weit entfernt bemerkbar machen.
Das ist der Gedanke, mit dem alles anfängt. Bei jedem Atemzug verschiebt sich die Leber um mehrere Zentimeter. Der Darm gleitet in seinen Hüllen. Die Nieren wandern mit der Atmung auf und ab. Jedes Organ hängt an Bändern und Faszien, die diese Bewegung erlauben und begrenzen.
Verliert ein Organ diese Beweglichkeit – weil Narbengewebe zieht, weil eine Entzündung abgeheilt ist und Verklebungen hinterlassen hat, weil jemand jahrelang unter Anspannung flach geatmet hat –, verändert sich die Spannung im ganzen Bauchraum.
Die Aufhängungen der Organe setzen an der Wirbelsäule, am Zwerchfell und am Becken an. Ein Zug im Bauchraum ist damit auch ein Zug an diesen Strukturen.
Der bekannteste Weg läuft über das Zwerchfell: Es ist der wichtigste Atemmuskel, es setzt an den unteren Rippen und an der Lendenwirbelsäule an, und es ist über Faszien mit dem Hüftbeuger verwoben. Wer flach und hoch atmet, verändert damit die Spannung im unteren Rücken – ohne dass irgendetwas am Rücken selbst nicht in Ordnung wäre.
Ungewohnt ruhig. Die Hände liegen flach auf dem Bauch, der Druck ist gering, es wird gewartet und dem Gewebe gefolgt. Manche Patienten fragen, ob schon etwas passiert. Andere spüren ein Wärmegefühl oder hören die Verdauung deutlicher als sonst – beides ist unbedenklich.
Behandelt wird immer über der Kleidung oder einem Tuch.
Osteopathie ist keine Notfallmedizin. In diesen Fällen gehörst du zuerst in ärztliche Hand:
Was Osteopathie ist, wie eine Behandlung abläuft und wo ihre Grenzen liegen.
Der Bewegungsapparat: Gelenke, Muskeln, Bindegewebe.
Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein – die leiseste der Techniken.
Wenn dein Rücken auf Bewegungstherapie nicht anspricht, lohnt ein Blick auf das, was davor liegt.
Oder ruf an: (030) 2084 7547 – Montag bis Freitag, 08:00–19:00 Uhr.
Auf keinen Fall. Anhaltende Verdauungsbeschwerden, Blutungen oder Gewichtsverlust gehören zuerst zur ärztlichen Abklärung. Erst wenn organisch nichts gefunden wird, ist eine funktionelle Betrachtung sinnvoll.
Nein, aber komm nicht direkt nach einer großen Mahlzeit. Zwei Stunden Abstand sind angenehmer – für dich und für die Untersuchung.
Der Druck ist gering. Wenn eine Stelle empfindlich ist, sagst du es, und wir arbeiten anders. Auf der Liege wird gesprochen, nicht ausgehalten.
Hinweis: Für die Wirkungen der Osteopathie gibt es bislang noch keine ausreichenden wissenschaftlichen Erklärungen.