Morgens die ersten Schritte: Die Sehne über der Ferse ist steif und schmerzt. Nach ein paar Minuten wird es besser – und am Abend, nach der Belastung, ist es wieder da. Dieses Muster ist typisch. Und es zeigt, wo das Problem wirklich sitzt.
Lesezeit 8 Minuten·zuletzt aktualisiert im August 2026
Eine verdickte Achillessehne ist ein Zeichen für längeren Dauerzug. Je früher der nachlässt, desto besser.
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Und ein Punkt, der oft nicht bekannt ist: Bestimmte Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone – erkennbar an Wirkstoffnamen auf -floxacin – erhöhen das Risiko für Sehnenrisse, gerade an der Achillessehne, und zwar noch Wochen nach der Einnahme. Wenn deine Beschwerden zeitlich mit einer solchen Behandlung zusammenfallen, sprich das bitte ärztlich an, bevor du intensiv dehnst oder trainierst.
Die Achillessehne ist die dickste und belastbarste Sehne des menschlichen Körpers. Sie hält beim Laufen ein Vielfaches des Körpergewichts aus. Wenn ausgerechnet sie schmerzt, ist es unwahrscheinlich, dass sie selbst zu schwach ist.
Sie verbindet die Wadenmuskulatur – den oberen, bauchigen Zwillingswadenmuskel und den darunterliegenden Schollenmuskel – mit dem Fersenbein. Was an ihr zieht, kommt von oben.
Die verkürzte Wade zieht rund um die Uhr an der Sehne. Die reagiert darauf so, wie Sehnengewebe eben reagiert: Sie wird schlechter durchblutet, reizt sich, und mit der Zeit verdickt sie sich – das ist ein Versuch des Körpers, mehr Zug auszuhalten, kein Zeichen von Stärke.
Der Schluss daraus: Nicht die Sehne schonen, sondern die Wade verlängern. Schonung senkt die Belastung, nicht den Dauerzug – der bleibt auch dann bestehen, wenn du gar nichts tust.
Die Sehne selbst wird dabei nicht bearbeitet – nur der Muskel, der an ihr zieht.
Nicht direkt über die Sehne rollen – dort liegt kein Muskel, und Druck reizt sie zusätzlich.
Diese langsame Absenkbewegung ist die am besten untersuchte Übung bei Achillessehnenbeschwerden – sie braucht aber Wochen, nicht Tage.
Der Schollenmuskel – die tiefe Wade – wird beim Dehnen am häufigsten vergessen, weil ihn nur die Variante mit gebeugtem Knie erreicht. Genau er ist bei Achillessehnen- und Fersenspornbeschwerden aber oft der Hauptverursacher. Lass diese Variante nicht weg.
Bei einer chronischen Achillodynie ist die Sehne oft schon verdickt und das Gewebe so fest, dass Dehnen allein nicht mehr durchdringt. Dann senkt eine manuelle Behandlung die Grundspannung so weit, dass die Übungen wieder greifen.
„Mir hat die Behandlung sehr gut gefallen und meine Beschwerden konnten bereits nach der ersten Behandlung verbessert, und nach der Zweiten vollständig behoben werden. Die gezeigten Übungen habe ich in mein Programm übernommen und bin dadurch noch effizienter bei meinem …“ Lauftraining geworden. Bei etwaigen Beschwerden werde ich immer wieder gerne zu Rocco gehen oder nach Wettkämpfen meinem Bewegungsapparat einfach nur „etwas Gutes“ tun. Klare Weiterempfehlung!!!“
Johanna · 5 von 5 Sternen · Google-Bewertung, 02.12.2023★★★★★4,9 von 5·124 Bewertungen
Absatz und Fersensprengung halten die Wade kurz. Im Alltag hilft ein flacher Schuh mehr als jede Einlage. Aber nicht von einem Tag auf den anderen umstellen – eine verkürzte Wade reagiert auf den plötzlichen Längenzuwachs mit noch mehr Reizung. Über Wochen reduzieren.
Beschwerden an der Achillessehne entstehen häufig nach einer Steigerung: mehr Kilometer, schnelleres Tempo, neuer Untergrund. Zurück auf das Maß, das noch ging, und von dort in kleinen Schritten aufbauen – Sehnengewebe passt sich deutlich langsamer an als Muskeln.
Bei akuter, geschwollener Reizung kühlen – höchstens 15 Minuten, nie direkt auf der Haut. Bei chronischer Steifigkeit wärmen, und zwar vor dem Dehnen. Barfuß auf weichem Boden zu gehen aktiviert nebenbei die Fußmuskulatur.
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Achillessehnenbeschwerden halten sich hartnäckig, weil der Dauerzug auch in der Ruhe weiterwirkt. Wir senken die Spannung in der Wade manuell und zeigen dir die beiden Dehnvarianten, die sie unten halten.
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