Arthrose Stadien, betroffene Gelenke, Schmerz-Behandlung nach Liebscher Bracht Schmerztherapie in Berlin

Was ist eine Arthrose – und welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Was ist Arthrose und welche Stadien gibt es?

Arthrose ist eine weit verbreitete Gelenkerkrankung, bei der die schützenden Knorpelschichten in den Gelenken allmählich abgenutzt werden. Dieser Gelenkverschleiß führt zu Veränderungen an den Knochen, die wiederum Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen verursachen. Besonders oft tritt Arthrose an den Knien (Gonarthrose), Hüften (Coxarthrose) und Händen (z.B. Heberden-Arthrose) auf, doch prinzipiell können alle Gelenke betroffen sein.

Funktion und Bedeutung der Gelenke

Unsere Gelenke ermöglichen tausende Bewegungen täglich. Gelenkschmiere (Synovia) erleichtert die Bewegungen und reduziert Reibung. Stoßdämpferartige Knorpel überziehen die Gelenkflächen und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Wird dieser Knorpel jedoch dauerhaft überlastet oder geschädigt, beginnt der Prozess der Arthrose.

Das Frühstadium der Arthrose

Jede Arthrose beginnt mit kleineren, oft unbemerkten Schäden an der Knorpelschicht. Solange sich die Veränderungen nur auf den Knorpel beschränken, spricht man von einem Knorpelschaden. Erst wenn sich der Knochen unter dem Knorpel als Reaktion verdichtet und im Röntgenbild Veränderungen (z.B. ein verschmälerter Gelenkspalt) sichtbar werden, beginnt das Frühstadium der Arthrose.

Das Spätstadium der Arthrose

Das Fortschreiten kann Jahre dauern. Im Endstadium („aktivierte Arthrose“) ist der Gelenkknorpel nahezu oder vollständig verschwunden. Knochen reibt auf Knochen, was im Röntgenbild an einem fehlenden Gelenkspalt deutlich zu erkennen ist. Der Körper versucht, die Belastung durch Anbau von Knochenzacken (Osteophyten) zu kompensieren, was das Gelenk deformiert und Entzündungen sowie Schmerzen verursacht.

Wann du bei Gelenkschmerzen sofort zum Arzt musst (Red Flags)

Arthrose ist ein langsamer Prozess. Plötzliche, heftige Gelenkschmerzen können aber auch Notfälle sein. Suche sofort einen Arzt oder eine Notaufnahme auf, wenn Folgendes zutrifft:

  • Starke Schmerzen nach einem Sturz oder Unfall (Verdacht auf Fraktur/Knochenbruch).
  • Das Gelenk ist extrem geschwollen, stark gerötet und heiß, begleitet von Fieber oder Schüttelfrost (Verdacht auf eine bakterielle Gelenkinfektion!).
  • Plötzlicher kompletter Bewegungs- oder Kraftverlust im Gelenk oder Bein/Arm.
  • Gelenkschmerz mit neurologischen Ausfällen (z.B. Taubheit, Lähmung).

Welche Gelenke sind besonders betroffen?

Arthrose betrifft häufig die Gelenke, die die größte Last tragen: Knie und Hüften. Aber auch Finger- und Handgelenke sind oft betroffen. Häufig ist eine Körperseite stärker betroffen als die andere – ein starker Hinweis auf dauerhafte Fehlbelastungen (z.B. Beckenschiefstand), die in der rein symptomatischen Behandlung oft übersehen werden. Übergewicht stellt einen zusätzlichen Risikofaktor dar, da es den mechanischen Druck auf die Gelenke erhöht.

Behandlung in der Schulmedizin

Die klassische Medizin betrachtet den Knorpelverschleiß als unheilbar und fokussiert sich auf die Linderung der Symptome und die Verlangsamung des Fortschreitens.

  • Medikamente: Schmerzmittel (z.B. NSAR wie Ibuprofen) und Kortison-Injektionen, um Entzündungen zu hemmen.
  • Physiotherapie: Zur Verbesserung der Beweglichkeit und Kräftigung der Muskulatur.
  • Operationen: Im Endstadium der Gelenkersatz (Totalendoprothese, TEP) als letzte Option.

Ein rein ursachenorientierter Ansatz, der die muskulären Fehlspannungen *um* das Gelenk herum adressiert, bleibt dabei oft aus.

Das Schmerzmodell von Liebscher & Bracht

Dr. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht haben über Jahrzehnte ein ursachenorientiertes Schmerzkonzept entwickelt. Sie stellten fest, dass wir im Alltag meist nur 10 Prozent unserer möglichen Gelenkwinkel nutzen (z.B. ständiges Sitzen mit gebeugter Hüfte). Diese routinemäßigen, einseitigen Bewegungen führen zu muskulär-faszialen Fehlspannungen und „Verkürzungen“, die den Druck im Gelenk massiv erhöhen und so den Knorpelverschleiß beschleunigen.

Schmerzen entstehen nicht im Knorpel selbst

Entgegen der landläufigen Meinung entstehen Schmerzen bei Arthrose nicht direkt durch den Knorpelverschleiß, denn der Knorpel selbst besitzt keine Schmerzrezeptoren. Der Schmerz, den du spürst, ist ein Alarmschmerz. Er wird von Rezeptoren im umliegenden, überlasteten Gewebe (Gelenkkapsel, Bänder) und im Knochen *unter* dem Knorpel gesendet. Das Gehirn warnt dich damit vor dem Druck und der Fehlbelastung, die den Knorpel weiter zerstören.

Ablauf der Liebscher & Bracht Schmerztherapie

Die Therapie beginnt mit einer gründlichen Anamnese: Wann und wo treten die Schmerzen auf? Ärztliche Befunde (Röntgenbilder) werden einbezogen, um den Zustand des Gelenks zu kennen.

Osteopressur: Schmerzabschaltung an der Wurzel

Im nächsten Schritt erfolgt die Osteopressur: Durch gezielten manuellen Druck auf bestimmte Knochenpunkte (Rezeptoren) werden im Gehirn die gespeicherten muskulären Spannungsprogramme „gelöscht“. Die überspannte Muskulatur entspannt sich, der Druck im Gelenk sinkt, und der Alarmschmerz kann oft schon in der ersten Sitzung erheblich reduziert werden.

Engpass-Dehnung: Beweglichkeit zurückgewinnen

Anschließend wird ein individuelles Engpassdehnungs-Programm erstellt. Dabei werden gezielt die Muskelgruppen gedehnt, die durch den Alltag „verkürzt“ sind (z.B. der Hüftbeuger bei Hüftarthrose). Nur durch die tägliche Anwendung dieser Übungen werden alte Bewegungsmuster dauerhaft verändert und der Druck vom Gelenk genommen.

Nur durch die konsequente Wiederholung der Engpassdehnungen verinnerlichst du die neuen, gesunden Bewegungsmuster. Die Osteopressur durch den Therapeuten ist dabei der „Türöffner“, der die Übungen oft erst schmerzfrei möglich macht, aber dein tägliches Üben zu Hause sichert den langfristigen Erfolg.

Als zertifizierte Liebscher & Bracht Therapeuten in Berlin unterstützen wir dich dabei, die Übungen korrekt auszuführen, passen die Dehnungen deinem Fortschritt an und begleiten dich auf deinem Weg in ein beweglicheres Leben – auch mit Arthrose.

Ernährung und Arthrose

Eine überwiegend zuckerreiche, ballaststoffarme Ernährung („stille Entzündungen“) fördert Entzündungsprozesse im Körper und damit das Fortschreiten von Arthrose. Viele Betroffene leiden zudem unter Übergewicht, was den mechanischen Druck auf die Gelenke weiter erhöht.

Tipps für eine entzündungshemmende Ernährung:

  • Viel Wasser oder ungesüßten Tee statt gesüßter Getränke.
  • Reduziere Zucker, Weißmehl und verarbeitete Lebensmittel.
  • Bevorzuge viel frisches Gemüse, Salat und Beerenobst.
  • Nutze entzündungshemmende Fette und Gewürze: Leinöl (Omega-3), Knoblauch, Kurkuma, Ingwer.

Fasten und Arthrose

Intervallfasten (z.B. im Rhythmus 16:8 – 16 Stunden fasten, 8 Stunden essen) aktiviert die Selbstheilungsprozesse des Körpers (Autophagie). Diese Mechanismen helfen, Entzündungsstoffe abzubauen. Viele Patienten berichten über mehr Energie und weniger Schmerzen bereits nach wenigen Tagen.

Genug gelesen? Arthrose ist kein Schicksal, sondern oft eine Frage der Spannung.

Warte nicht, bis der Knorpel komplett verschlissen ist. Reduziere den muskulären Druck auf dein Gelenk und gewinne deine Beweglichkeit zurück. Nimm deine Zukunft jetzt in die Hand!

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