Vier einfache Checks, für die du nichts brauchst außer einem Stuhl und etwas Platz auf dem Boden. Sie ersetzen keine Diagnose – aber sie sagen dir, in welche Richtung du suchen musst.
Lesezeit 6 Minuten·zuletzt aktualisiert im August 2026
Wenn du nicht raten willst: Wir tasten in der Praxis, was ein Selbsttest nur vermuten kann.
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Hüftschmerzen haben viele mögliche Ursachen – von Muskelverspannungen und Faszienverklebungen bis zu Arthrose. Die folgenden Tests grenzen ein, welche davon bei dir am wahrscheinlichsten ist.
Führ sie langsam und achtsam aus. Es geht nicht darum, wie weit du kommst, sondern darum, was du spürst und wo. Wenn ein Test wehtut, brich ihn ab – auch das ist ein Ergebnis.
Stechen in der Leiste? Deutet eher auf das Gelenk hin – Impingement oder Arthrose.
Starker Dehnschmerz im Gesäß? Spricht für eine verspannte Gesäßmuskulatur, oft den Piriformis.
Hebt sich die Kniekehle vom Boden ab? Ein deutliches Zeichen für einen verkürzten Hüftbeuger – die häufigste Ursache bei Menschen, die viel sitzen.
Spitzer Druckschmerz? Klassisch für eine Schleimbeutelentzündung, die oft durch dauerhaft überspannte Faszien entsteht.
Die ersten Schritte tun weh, dann wird es besser? Dieser Anlaufschmerz ist typisch für eine Hüftarthrose.
Stechen in der Leiste bei jedem Schritt? Spricht für Arthrose oder ein Impingement.
Nicht immer sind Verspannungen schuld. Diese Zeichen gehören ärztlich abgeklärt, und zwar ohne Umweg über Selbsthilfe:
Einzelne Befunde sagen wenig. Erst das Muster wird aussagekräftig.
Schmerz vor allem seitlich, dazu ein deutlicher Druckschmerz aus Check 3. Spricht für eine Reizung von Schleimbeutel und Tractus – meist ausgelöst durch Spannung in der Gesäßmuskulatur.
Schmerz in der Leiste, Steifigkeit und die ersten Schritte tun weh. Deutet auf Arthrose oder ein Impingement – beides wird durch einen verkürzten Hüftbeuger verschärft.
Schmerz im Gesäß mit Ausstrahlung, aber ohne Taubheit. Spricht für ein Piriformis-Syndrom oder eine Blockade im Iliosakralgelenk. Mit Taubheit gehört es abgeklärt.
Hast du in Check 1, 2 oder 3 etwas gefunden? Dann sprechen die Ergebnisse für eine muskulär-fasziale Ursache – und das ist die gute Nachricht, denn daran lässt sich am meisten ändern. Die Zusammenhänge und die passenden Übungen stehen im großen Hüft-Ratgeber.
Er ist eine Eingrenzung, keine Diagnose. Vier Handgriffe können zeigen, ob eher die Muskulatur, eher das Gelenk oder eher ein Schleimbeutel im Spiel ist – sie können einen Bruch, eine Entzündung oder eine Hüftkopfnekrose nicht ausschließen.
Nimm das Ergebnis deshalb als das, was es ist: eine bessere Beschreibung deines Problems, die du mitnehmen kannst. Wenn ein Test deutlich schmerzt, wenn Beschwerden seit mehr als sechs Wochen bestehen oder wenn eines der Warnzeichen oben zutrifft, gehört der Befund in ärztliche Hände – unabhängig davon, was hier herauskam.
Grob lassen sich drei Muster unterscheiden, und jedes führt woandershin:
Notier dir, welches Muster bei dir am besten passt, und bring die Notiz zum Termin mit – bei uns oder in der Praxis. Sie erspart die halbe Anamnese.
„Ich hatte super Sitzungen mit Gustav. Meine Hüftschmerzen sind weg und ich habe viele Übungen, die ich selbst machen kann. Richtig effektiv und toll erklärt - Danke!“
Diane Lüning · 5 von 5 Sternen · Google-Bewertung, 25.06.2024★★★★★4,9 von 5·124 Bewertungen
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Ein Selbsttest grenzt ein, was wahrscheinlich ist. In der Praxis tasten wir, was wirklich unter Spannung steht – und lösen es in derselben Sitzung.
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